Das große deutsche Musikfest.
Novelle von Leopold Schefer

bullet1Capitel I.
Das Casino zur Abendfreiheit

 
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Abend sind schon die Menschen frei
Von des Erdgeist's Plagen und Sorgen,
Da zieh'n die Gestirne des Himmels herbei
Und schützen sie bis an den Morgen;
Ist da auch der Erdgeist wieder los —
Nimmt wieder die Nacht sie in ihren Schooß,

Am Abend bedeutet die herbste Gestalt
Des Tag's, wie im Bilde, nur Frohes —
Da gilt das Schöne mit ganzer Gewalt,
Da herrscht nur Ewiges, Hohes!
Am Tage ist noch zu viel Geschrei
Und wenig Wolle! — Der Stille ist frei.

Drum kommt, ihr Gestirne, und macht uns frei;
Du Mond, vergolde die Halle!
Die Sonne flog, wie die Eule, vorbei,
Jetzt sind wir erst! sind wir erst alle!
Und leben zu Nacht wir in seliger Zeit —
Was thut uns der Tag, der Narr, dann für Leid?

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      Wie um den Tisch in Raphaels Gemälde, der Disputa, wunderliche Männer aus allen Zeiten sitzen; so saßen in dem Casino „zur Abendfreiheit“ am Tisch um die monströse Lampe noch wunderlichere Gestalten. Denn es war Maskenball. Da saß ein dicker weißer Bär mit silbergrauen Pfoten, die in fleischige Menschenhände sich endeten, und mit rothem Menschenangesicht, da er den Bärenkopf abgenommen hatte — der Polizeidirector Hudler. Neben ihm, ein als Mensch verkleideter Hahn, oder als Hahn verkleideter Mensch, der jetzt den Schnabelkopf mit rothem Kamm abgelegt hatte — der Apotheker Neßlein, als ein Anti-Hahnemann aus Profession. Weiterhin, der Ablaßkrämer Tetzel mit Ablaßkarten und Geldkästchen — der Nachmittagsprediger Fenthol. Weiterhin, ein rothgekochter Krebs, ein menschengroßer Hummer, jetzt ohne Krebsnase — der Buchhändler Redlich Redlichs Sohn. Weiter herum, ein schwarzer Zucker- und Kaffe-Sklave, jetzt ohne die schwarze Wollenperücke sammt Nase und Lippen und Zahne — der Kaufmann Schönknecht & Comp.

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Noch weiter herum: Fortunatus mit dem Wünschhütlein, in changirenden Taffet gekleidet, jetzt mit seinem ehrlichen Gesicht, der Assessor Freudenreich. Noch weiter: der spanische Minister Mendizabal, den Viele im Saale, wie viele Zeitungsleser, Medizinabel genannt — der Platzmajor Hinterweiner. Dann der Doctor und Cantor in ihren von Gott gegebenen Masken. 

      Der Herr Polizeidirector Sudler, als zeitiger Vorsitzer der Herren Vorsteher des Casino zur Abendfreiheit, schob die Jahresrechnung dem Herrn Rechnungsführer Kaufmann Schönknecht & Comp. zurück, und rief recht selbstzufrieden aus: Welches Casino in Deutschland, oder welches Casone hat 6000 Thaler Überschuß wie wir! Ich glaube sogar der Münchener Frohsinn nicht, der einen königlichen Vorsteher hat. Loben wir uns selbst! Sonst thut es doch Niemand in unserer lieben Stadt; denn die Ordnung ist unsichtbar; und den jungen Herren und alten Damen sogar oft beschwerlich. Aber wenn in dem Zimmer Nr. 1. mit fein säuberlichen Karten gespielt wird, und die Tische fast zu spiegelblank sind — — Wenn in Nr. 2. ein wiener neu inventirtes Billard die Bälle losschießt, und selbst als Marqueur fungirt, Musik zur gemachten Karoline macht und fast alles selber thut, bis . . . die verlorne Partie zu bezahlen — — Wenn in Nr. 3. ein delicieuser Tabak aus saubern, gestopft vorräthigen Pfeifen gratis in die Luft geblasen wird — — Wenn in Nr. 4. selbst ein Schnupftabaks-Zimmer . . . unsere

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neue Erfindung zum Wohle der Nasen . . . mit allen Raçen Mopsen besetzt ist — — Wenn, sage ich, in Nr. 5. alle erlaubten, ich sage darum nicht: nichtswürdigen Zeitschriften und Zeitungen und Zeit-Zungen etablirt sind — und in dem Kämmerlein daneben . . . wiederum unsere neue Erfindung: ein Seelenlabsal angerichtet ist, worin gewisse Seelen alle auswärts verbotenen, ich sage darum nicht: preiswürdigen neusten Bücher und Posaunen angerichtet sind — — Wenn das Musikzimmer mit herrlichen Flügelfortepiani's, Guitarren, ja mit einer Davidsharfe mit Pedal fournirt ist, und die fournirten Tische wieder mit den neusten . . . . niederträchtigen Arien reichlich garnirt sind — — Wenn unser Tanzsaal sauber ist, jedes Schloß in der ganzen Abendfreiheit geputzt, jeder Teppich wohlausgestäubt, jede Lampe in Ordnung, so — will ich eben sagen — so ist das Allen nur in der Ordnung, und sie meinen, oder auch das nicht einmal: dazu säßen wir hier! So geht es aber allen Herren Hudlern oder Polizeidirectoren in Deutschland, wenn die Stadt in Ordnung ist; so geht es den Fürsten, wenn das Land in Ruhe ist — sie haben dessen keinen Dank. Selbst unserem Herrgott geht es so; je schöner die Welt ist, je mehr freut sich das Volk seines Lebens, und hält Gänseschießen oder Hahnenschlag! Wenn das also unsern Herrgott nicht freut, und uns nicht freut: wie sehr uns die lustigen Leute im Saale vergessen, wie Schlafende den Nachtwächter, so wären wir geprellt. Darum freut euch Alle einmal! Lacht einmal hellelaut vor Freude!

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      Er stimmte den Lachchor an und er ward fröhlich executirt. 
      Darauf frug der Vorsitzer wiederum mit der Amtsmiene: Aber, aber! was machen wir nun mit den 6000 Thalern, da sie statutenmäßig nicht gespart werden dürfen! Was? 
      Darauf entstand eine Stille, wie um die sechste Stunde, über das ganze Zimmer. Die Köpfe der Sinnenden hingen alle, wunderlich anzusehen, zur Erde; einige Rathsherren beriethen sich laut mit sich selbst und brummten. Endlich sprach der Herr Apotheker Nißlein, der keinen Kreuzer ohne seines Weibes Wissen und Willen ausgeben durfte, und rieth: Meine Herren! Nichts ohne die Frauen! 
      Wir müssen alles Geld sauer verdienen, und noch bitterer einfordern; entgegnete ihm der Herr Cantor Petershahn. Wir Männer müssen, als Jungen, lernen und uns probiren und examiniren lassen, daß man es füglich: „exanimiren“ oder entseelen nennen könnte! Die Weiber aber sind glückliche Wesen! Die brauchen geradezu Nichts zu lernen, als was wir Männer bedürfen; noch zu wissen, als was im Hause so dienlich ist; und welche Frau kann auch voraus lernen, was sie dein neugebornen Kindlein sagen und singen soll? ob ich gleich meiner Frau ein Wiegenlied vorher einstudirt habe. — Ich dächte also, wir Männer verfügten über das Geld aus männlicher Machtvoll-kommenheit! 
      Kaufen wir eine Bibliothek dafür! rieth der Nachmittags-Prediger Fenthol, den sie scherzweise aber

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nur den Sonntags-Nachmittags-Prediger nannten, weil sonst sein Titel auf alle Nachmittage aller Wochentage bezogen werden könnte — Wir greifen einem Buchhändler dadurch unter die Arme, und erhalten bei jetzigen Zeiten vielleicht 6000 Bände ansehnlicher Werke dafür. Wer Bücher kaufen will, muß es dieses Jahr thun, Gewiß aber das folgende. Ich prophezeihe theure Bücherzeit. Die Ärnte ist schlecht gewesen. 
      Der Herr Buchhändler Redlich, Redlichs Sohn aber, der die große, reiche Leihbibliothek in der Stadt besaß, verstarkte das Schweigen sehr dadurch, daß er ihm, wie von Ohngefähr, den Tetzel-Ablaßkasten vom Tische schob. Zugleich hatte er den krystallenen Pokal, aus welchem beim warmen Ofen in Punsch die Gesundheit der, gewiß eben jetzt und immer in grimmiger Kälte Zobel fangenden Sibirier getrunken worden war, zur Erde geworfen. Der Kranz des Pokals war ganz geblieben. Der Apotheker hob ihn auf und las noch seine Umschrift: „Ein Vaterland ist unzerbrechlich;“ und meinte: wir wollen das Geld nach Sibirien schicken; oder nach Spanien, den armen Priestern und Nonnen, die nicht haben entfliehen können; die Daheimgebliebe, nen, mit Blei an den Füßen, sind unglücklicher als die Fortgezogenen, die Verwiesenen; denn das wahre Vaterland sind vaterländische Herzen. 
      Ich dächte, wir hätten noch Liebens- und Lebens-Verwundete hier, die sich in unserem Bade ausflicken wollen; entgegnete der Doctor, der ihnen alle Pflege unentgeltlich angedeihen ließ.

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      Schickt es nach Griechenland!
      Ich dächte gar in die Türkei! warf Herr Polizeidirector Hudler ein. Unser Casino heißt nur die Abendfreiheit Am Tage ist noch zu viel Geschrei! Was kümmert uns der Tag und der Morgen! Ietzt, hier, sorge und rathe! Das ist das Wort gesunder Polizei. Also was soll hier für Uns mit dem Golde geschehen?
      — Zur Falschheit bin ich verdorben! rief der Platzmajor; und so sage ich: der hiesige Stadtmusikus spielt, und brav — und ist mein Herr Schwager; wir Offiziere müssen unserem Musikchor Zulage geben, damit es zahlreicher ist, oder bessere Subjecte enthalten kann, darum stimme ich offen gegen ihn und uns und gegen mich selbst: „Ein Mälzelsches Orchester“ oder Panharmonikon, das alle Blasinstrumente durch 42 Automaten spielt — für unsern Tanzsaal, aus Boston kommen zu lassen, und es zum Ruin unserer Musikanten in Deutschland einzuführen, und die lebendigen Tanzmusik-Automaten aus . . . . ich stimme ganz dagegen aus bloßer Offenherzigkeit.
      Sie haben da jetzt den Gedanken aus mir geschlagen, Major! — Sie sollen Platzmajor seyn und den Platz behaupten. — Ein Musikfest wollen Sie . . . . ein Musikfest! rief Herr Hudler aus, der heimlich und froh daran dachte, wie schön er in der Schöpfung von Haydn zur Adam und Evas Hochzeits-Aria seine schwarzebenhölzerne Flöte mit silbernen Klappen blasen würde.

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      Alle sprangen auf und riefen: Ein Musikfest' Ein Musikfest! Ein Modegedanke! Ein griechischer, olympischer Spielgedanke! Ein deutscher Gedanke —: Musik ist die Kunst der Deutschen! Weiter oder Besseres können wir Nichts recht, wir haben und sind Nichts, als Noten und Noth! Da wollen wir sie einmal vergessen — Einen Tag lang? . . . Zwei Tage? . . . . Drei Tage? . . .
      So sprachen und frugen sie durcheinander.
      Der Herr Assessor aber, ein verdienter, geistreicher dramatischer Dichter, und mit Leib und Seele gern mit Allem beschaftigt, was nur zum Theater gehörte und darauf zu beziehen war, selbst schöne Schauspielerinnen und vortreffliche Sängerinnen, auch Tänzerinnen, sprach in der eingetretenen Generalpause: Verzeihen Sie mein kaltes Wasser in Ihre Freude: Noch ist es Zeit — Wollen Sie nicht lieber einen Maskenaufzug? Gebt nur Geld zu den Requisiten! und ich stelle einen Zug auf, welchen und was Ihr wollt! Bücher zum Nachschlagen giebt es genug. Schneider zu viel! Wollt Ihr einen Einzug des Königs Otto in Athen? Oder einen Auszug Carl des X. aus Frankreich, nebst sprechenoer, stummer Herzogin von Angouleme cc.? Wollt Ihr eine so lange nicht gesehene deutsche Kaiserkrönung, mit den Personen der Zeit nach dem Leben gekleidet, nur mit natürlichen Gesichtern, weil es jeden Herrn und jede Dame schmeichelt, sich kenntlich sehen zu lassen als diese oder jene hohe Person, und es sich zur Ehre rechnet, doch einige Stunden lang in ihre Geistergestalt zu fahren. —

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Ich versichere Euch, die Frauen nähen sich gern fast blind zu den Anzügen, und plagen die Kammerjungfern bis zum Fortlaufen! Alle Naruren, alle Charaktere, alle Schönheiten können wir mit der männlichen und weiblichen Flora unserer Stadt besetzen . . . 
      Alle hörten schweigend.
      Ich sehe schon, lenkte er ein: Ihnen mißfällt, wie mir, so eine hohle, am Tage und vollends bei Lichte schreckbare Geistererscheinung, die besonders dadurch erst recht todt ist, daß die doch lebenden Personen nicht sprechen, und wenn sie sprächen, noch alberner erschienen! Ich lasse also meinen Gedanken fallen und spitze schon die Ohren! Sie wissen, ich schmause gern! Und Musik ist labseeliger als Wein, und hat fast dieselbe Wirkung! Dagegen erkläre ich Ihnen offen, wenn sich unser Herr Landgraf, gleichsam unser Doctor Mosel in Wien, nicht der Einleitung, Anordnung und Ausführung unseres Musikfestes unterzieht, so lassen auch Sie den Gedanken nur fallen! Ich zweifle, daß er sich her- und herausgiebt. Denn wer die Mühe, Sorge, Angst und Noth mit so einem sauren, schweren Geschäft nur an Andern gesehn hat, der bedankt sich selber vorher ganz weise davor, anstatt daß die Menschen ihm nachher mit halbem Lobe und ganzem Tadel dafür den Zahlaus geben. Indeß, da er ein redlicher Freund von mir ist, so erbiete ich mich, sogleich selber zu ihm zu gehen, und ihm die bekannte Schelle anzuhangen. Denn im Grunde verbind' ich ihn mir aufs höchste damit, denn die Menschen thun jedem braven Mann den größten

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Gefallen, wenn sie ihm — sein eigenes Leben aufladen! eine Seelensarbeit, wobei er bis zum „Ausderhautfahren“ geschoren, geplagt und geängstigt wird! Dann hat er Ursach recht laut zu klagen, und — innerlich sich recht herzlich zu freuen, weil jeder Mann, gern in seiner Wissenschaft, Kunst und Lieblingssache beschäftigt ist, und was er versteht, in Wirkungen sehen und hören läßt. Ich! — will Jeder heißen; Der! sollen die Menschen sagen. Das ist der Schlüssel zum Philisterthum, Soldatenthum; zum Papstthum, ja bis zum Henkerthum. Ich seyn zu wollen, solche Narren sind wir Alle, auch Ich — und mein zweites Ich, mein Freund. Darum bitte ich mich für keinen φιλου — Filou — sondern für einen φιλον —Filon: den Freund dessen zu halten, dem ich, wie der Katze die — Mäuse anbinde! Da wir aber Alle schon sattsam einen General-Musikdirector kennen, so erbitte ich für meinen Freund, vor und während des Musikfestes: die Dictatur! aus dem einfachen Grunde, weil es sonst gar nicht zu Stande kommt, wenn Er nicht Dictator aller Baßgeigen: cc. und Discantsängerinnen ist.
      „Wir wollen einen Dictator! und geben unsern sämmtlichen musikalischen Unverstand unter seinen Verstand und Willen!“ riefen die Vorsteher der Abendfreiheit unisono. Sogar der Cantor hatte sich von der Aussicht auf ein solches Ohrenfest hinreißen lassen, war aber üarüber betreten, und sagte leis zum Doctor: Da Hab' ich mir wohl mein Recht vergeben! Ich bin ja Director perpetuus der Musik hier!

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       Aber da fragte ihn der vorsichtige Platzmajor: Sie lassen doch das Directorium hängen . . . Dirctoire suspendu eintreten, bester Herr Musikdirector! suspendu ist ja tausendmal weniger als pendu, und keineswegs perdu.
      Und der Cantor verneigte sich und sprach: Gehorsamster! Er war aber ganz roth, als er wieder sein Gesicht auftauchte, und zündete — mit zitternden Händen — sich einen Videbos an.
      Und ich, sagte der Polizeidirector, ich will meinem Namen „Hudler“ mit Freuden widersprechen — also das Hudeln mir an Polizeistelle männiglich vorbehalten — und erkläre, da mit heutigem Tage mein Regiment von selber sich endet, daß ich laut unserm Gesetz, §. 90, eben so weise und vollkommen als der chinesische Kaiser, frei und von keinem Kinde behindert: meinen Nachfolger hiermit feierlichst in der Person des Herrn Landgraf erwähle und zum Vorsitzer — in dieser musikalisch-nothpeinlichen Zeit — mit Gewalt eines Dictators ernenne und ernannt habe. Durch die Weisheit, dem zwar verbleichenden, aber am Leben bleibenden Vorsitzer, id est: Praesidenten, die Weisheit zugetraut zu haben, immer den nothdürftigsten, id est: nöthig bedurften Mann sich noch bei völligem Verstande herausgreifen zu dürfen, wird unser kleines Reich, die Abendfreiheir, so lange bestehen, als China, und ich wünschte aus Dankbarkeit einem daselbst mit Tode abfahrenden Kaiser — abgehen ist zu bettelmannshaft — daß er nach diesem letzten ausgeübten Recht so

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lebendig bleibe wie ich, und nicht sogleich wie eine Biene sterbe, nachdem sie das erste und letzte Mal gestochen.
      „Der chinesische Kaiser soll leben!“ riefen die Vorsteher und tranken es.
      „Der lebendig abgefahrene Herr Vorsitzer soll noch lange leben!“ riefen sie wieder und tranken es wieder. 
      Und er trank das wieder: Mich gehorsamst zu bedanken! Ihrentwegen kann ich nun verdursten und verhungern, wie ein gleichfalls mit dem Leben abgefahrener Präsident von Amerika.
      Sie werden schon sorgen, Väterchen! — sagte ihm der Assessor zum Trost. Soll ich nun gehen? frug er die Gesellschaft.
      „Mit Apollon und allen Musen!“ riefen sie.
       Der Assessor band die schmachtende, alles Gute und Schöne, und alle Schönen wünschende Wachsmaske wieder vor, setzte sein Fortunatushütchen sich wieder auf, und ging. Als er die Thür aufthat, quoll die Musik aus dem Saal in das Zimmer herein, wie im Winter der Hauch der Kälte, wie Orangenduft voll Canarienvögelgesang in Teneriffa. Denn im Saale war großer Fastnachtsball in Masken. Der Schall brach wie eine Ahnung herein, und die Herren- und Frauen-Instrumente: Der Fagott . . . die Flöte, und das Knäbchen Pickelflöte, und alle, schienen sich schon auf das Fest zu freuen und zu jubeln, wie ein Zimmer voll Kinder auf den heiligen Christ.

 
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